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23-04-10:
Ministerin öffnet Geldschatulle für Region


ZUSCHÜSSE NRW-Wirtschaftsministerin Thoben übergab Förderbescheide für zwei Projekte und kündigte einen weiteren an.

Die Sparwut machte gestern mal einen Moment Pause. Denn für die unter Schuldenbergen ächzenden Großstädte des Bergischen Landes gab es im Gräfrather Klingenmuseum zur Abwechslung einmal Geld in Empfang zu nehmen. NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben (CDU) kam nach Solingen, um symbolisch die Förderbescheide für zwei Projekte zu übergeben: „Cut and Tools“ (Gesamtvolumen: 761 000 Euro) fördert Düsseldorf mit 380 000 Euro; „InnoIntegral“ (Gesamtvolumen: 1 089 000 Euro) wird mit 672 000 Euro bezuschusst.

„Das sind Termine, die Spaß machen“, verbreitete Thoben gute Laune unter den Zuhörern aus Wirtschaft, Forschung und Politik. Ralf Aßmann, Geschäftsführer des Bergischen Instituts für Produktentwicklung und Innovationsmanagement und einer der Nutznießer der Finanzspritze, sprach von einem „schönen Tag“. Veredelt wurde dieser durch eine weitere gute Nachricht: Auch für das regionale Entwicklungskonzept der Bergischen Entwicklungsagentur komme in Kürze ein Förderbescheid in Höhe von 600 000 Euro, kündigte Thoben an. Geschäftsführer Bodo Middeldorf strahlte. „Die Bewerbung hat uns einiges an Zeit gekostet, doch die wochenlange Arbeit hat sich gelohnt.“

Die Agentur will das Budget in den kommenden zwei Jahren einsetzen, um Innovationen in der Region zu fördern, den Wissenstransfer zwischen Unternehmen und Bergischer Universität zu verbessern sowie Fachkräfte zu akquirieren. Drei neue Stellen könnten nun geschaffen werden, sagt Middeldorf - für ein Manager-Duo, das vier Projekte verantwortet, sowie für eine Assistenzkraft. Start soll im Mai sein.

Die Wirtschaftsministerin warb im Klingenmuseum für eine noch fruchtbarer Zusammenarbeit zwischen Firmen und Uni. Denn davon profitierten beide Seiten. Diese Chance müsse im Vordergrund stehen, nicht die Furcht etwas preiszugeben.

Oberbürgermeister Norbert Feith wertet die Fördererfolge als Beleg für die gute Kooperation im Städtedreieck. Bei aller Freude holte ihn dann aber doch die finanzielle Not ein. Ohne die Hilfe des Landes seien die Städte trotz allen Spareifers aufgeschmissen, gab er der Ministerin mit auf den Weg.

 

WAS HINTER DEN PROJEKTEN STEHT

CUT AND TOOLS Die Remscheider Forschungsgemeinschaft (FGW) und die Wirtschaftsförderung Solingen wollen gemeinsam die Entwicklung und Vermarktung der Schneidwaren- und Werkzeugindustrie vorantreiben. Mit Hilfe des Fördergeldes soll ein „Labor für intelligente Werkzeuge“ etnstehen, das die örtliche Industrie nutzen kann.

INNOINTEGRAL Das Projekt soll die Produktentwicklung von Haushalts- und Schneidwaren sowie Gebrauchswerkzeugen vorantreiben und dabei Design- und Ergonomie in den Vordergrund stellen. Angelpunkt dafür ist das Bergische Institut für Produkentwicklung und Innovationsmanagement mit Sitz im Solinger Südpark.



Freut sich über wichtige Zuschüsse: Ralf Aßmann vom Bergischen Institut.
Freut sich über wichtige Zuschüsse: Ralf Aßmann vom Bergischen Institut.



Quelle:

ST vom 23.04.10

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