Am 20.11.2009 wurde am Bergischen Institut für Produktentwicklung und Innovationsmanagement die ganztägige Fachtagung PONNGA (Produktentwicklung optimieren unter Nutzung von Neuronalen Netzen und grafischer Visualisierung der Anforderungen) durchgeführt. Die Tagung, die das Bergische Institut in Zusammenarbeit mit dem Institut für Konstruktionstechnik (IKT) der RWTH Aachen gestaltete, war als Zwischenbericht zu den Forschungsergebnissen zu verstehen, die auf der Grundlage einer Finanzierung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) unter Leitung des IKT von den Unternehmen info- key / Wuppertal, Böddecker/Wuppertal und CTE Automotiv/Osnabrück erarbeitet worden sind. Nach einer kurzen Einführung zu BMBF- Themen durch den Projektträger Karlsruhe und einer instruktiven Projektpräzisierung durch das IKT diskutierten ca. 50 Teilnehmer aus Industrie und Hochschule die Forschungsergebnisse und die praktischen Probleme, die von den Referenten vorgetragen wurden. Zur Lösung der Problematik, den Produktentwicklungsprozess der sogenannten „Variantenkonstruktion“ zu beschleunigen und effektiver zu gestalten wurde der Ansatz gewählt, die Pflichtenheftanforderungen vorhandener und neu zu entwickelnder Produkte miteinander zu vergleichen, um ggf. schon realisierte Teillösungen übernehmen zu können. Da hierzu die Analyse umfangreicher und stark verschachtelter Daten erforderlich ist, die die menschlichen Fähigkeiten weit übersteigt, wird im Forschungsprojekt untersucht, ob zur Datenidentifizierung und -zuordnung spezielle Methoden aus dem Gebiet der Künstlichen Neuronalen Netze (KNN), insbesondere die sogenannten „Selbstorganisierenden Merkmalskarten“ (SOM) einsetzbar sind. Tangierend dazu wurden grundsätzliche Themen zur Anforderungsklassifikation, zum Einsatz von KNN in der Produktentwicklung, zur CAD-Modellierung mit parametrisierten Modellen und zum know - how- Schutz von CAD-Lösungen behandelt.
Das wissenschaftliche Niveau und die Praxisrelevanz der behandelten Themen, die daraus resultierenden Diskussionen im Plenum und die in den Pausen geführten engagierten Fachgespräche, vor allem aber die während und nach der Veranstaltung von Teilnehmern getroffenen Einschätzungen lassen den Schluss zu, dass die Tagung als Erfolg gewertet werden kann. Das Bergische Institut wird damit seiner gewollten Funktion als Kommunikations –, Forschungs- und Vermittlungszentrale für wissenschaftliche Lösungen auf dem Gebiet der Produktentwicklung und des Innovationsmanagement weiter gerecht.
Interessierte an den Ergebnissen können den Tagungsband mit allen Vorträgen beim Institutssekretariat gegen eine Schutzgebühr anfordern.
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